Chronische Schmerzen, chronisches Schmerzsyndrom

Rückenmarkstimualtion, SCS (englisch Spinal Cord Stimulation)

Neurostimulatoren, Neuromodulation

Wirbelsäulenchirurgie Köln, chronisches Schmerzsyndrom Bandscheibenvorfall Spinalkanalstenose Köln Widdersdorf Siegburg
Wirbelsäule, chronische Schmerzen

Schmerzen sind sinnvolle Warnsignale unseres Körpers. Sie zeigen uns an, wenn etwas nicht stimmt, z.B. bei einer Verletzung oder Erkrankung. Bestehen die Schmerzen jedoch länger als drei Monate, kann sich eine eigenständige Krankheit, das sogenannte chronische Schmerzssyndrom entwickeln. Ein solches chronisches Schmerzsyndrom ist dann von der ursprünglichen Schmerzursache unabhängig und bleibt auch noch bestehen, wenn diese bereits ausgeheilt oder behandelt wurde. Patienten, die unter einem chronischen Schmerzsyndrom leiden, nehmen häufig große Mengen starker Schmerzmittel ein, die aufgrund ihrer Nebenwirkungen zu weiteren Problemen führen. 

 

Eine mögliche Therapie ist die Neuromodulation mit Rückenmarkstimulation durch spezielle Elektroden, auch Spinal Cord Stimulation (SCS) genannt.

Bei der Rückenmarkstimulation (SCS) handelt es um ein relativ altes Verfahren, welches im Laufe der Jahre jedoch enorm verbessert wurde. Dabei werden die Schmerzsignale, die über das Rückenmark an das Gehirn weitergeleitet werden, durch elektrische Impulse verändert. So nimmt der Patient den Schmerz im besten Fall deutlich abgeschwächt oder sogar überhaupt nicht mehr wahr. Den Patienten stehen verschiedene Modelle von Neurostimulatoren von unterschiedlichen Herstellern zur Auswahl. Gemeinsam mit dem Patienten wird individuell entschieden, welches Modell am besten geeignet ist. Die SCS kann Patienten mit chronischen Schmerzen einen großen Teil ihrer Lebensqualität zurückgeben.

 

Anhand der Krankengeschichte und in einem ausführlichen Gespräch wird abgeklärt, ob die Rückenmarkstimulation für den Patienten geeignet ist. Ist dies der Fall, können die Elektroden implantiert werden. In einer anschließenden Testphase kann der Patient dann ausprobieren, ob er mit dem System zurechtkommt und ob die gewünschte Schmerzreduzierung eintritt. Ist dies nicht der Fall, können die Elektroden wieder entfernt werden. Die Behandlung ist erfolgreich wenn durch die SCS eine Reduktion der Schmerzen von 50 Prozent oder mehr erreicht wird.

Durch die Schmerzreduktion werden die Patienten wieder mobiler, bewegen sich mehr und können den Teufelskreis aus Schmerzen, Bewegungsmangel, Schonhaltung und dadurch bedingten weiteren Beschwerden durchbrechen. Vielfach können die Einnahmen von Schmerzmitteln deutlich reduziert werden. Nach etwa zehn Tagen ist die Wunde abgeheilt und die Patienten dürfen langsam mit Sport beginnen. Wichtig ist, dass sie nach der Implantation regelmäßig und langfristig betreut werden. 

 

Für ein differenziertes Behandlungskonzept mit Besprechung verschiedener Therapieoptionen (konservativ und operativ) steht Ihnen Herr Priv.-Doz. Dr. Mahvash in der Praxis für Neurochirurgie und Wirbelsäulenchirurgie, in Köln Innenstadt, in Köln Widdersdorf und in Siegburg (Rhein-Sieg-Kreis) zur Verfügung.